Vermarktung

Fleisch

Aufgrund der relativ geringen Menge an Fleisch (ca. 140 bis 170 kg bei einem 2,5-jährigen Stier) ist auch der Absatz kein Problem. In der Regel würden wir immer mehr Fleisch benötigen, als wir zur Verfügung stellen können.

Das Fleisch ist von hoher Qualität und ist sehr cholesterinarm. Die Tiere sind das ganze Jahr über im Freien, äsen, wann sie wollen und was sie wollen. Stress kennen die Tiere nur dann, wenn es wieder einmal daran geht, die interne Rangordnung festzulegen.

Weiterzucht

In den letzten Jahren haben wir begonnen, Tiere zur Weiterzucht abzugeben.

Wir freuen uns auf Anfragen und stehen auch gerne beratend zur Seite.

Heimat und Vorkommen

Die ursprüngliche Heimat der Yaks ist das Hochland von Zentralasien, das im Süden durch den Karakorum, im Westen durch den Pamir und Tien Shan, im Norden durch das Altai Khanghai, das Tannu- und Sayangebirge und im Osten durch das russische Baikalgebirge begrenzt ist. Insgesamt wird der Weltbestand an Bos grunniens auf rund 15. Mio. Stück geschätzt. Im tibetanischen Hochland leben zusätzlich rund 50.000 Wildyaks, die einem strikten Jagdverbot unterliegen.

Die Haltung von Yaks ist in Mitteleuropa sehr selten, hauptsächlich beschäftigen sich Privatpersonen hobbymäßig mit deren Haltung und Zucht. Yaks werden in zoologischen Gärten nur selten gehalten - mutmaßlich wegen deren geringen Publikumswirksamkeit.

Während der Bestand an Hausyaks nicht gefährdet ist, sind die Wildyaks nicht in dieser glücklichen Lage. Der Wildyak-Bestand ist trotz eines strikten Tötungsverbotes in seiner Existenz durch Bejagung bedroht, die bis zu 120 cm langen Hörner sind als Trophäen äußerst begehrt.

Ohne Yaks wäre eine ökologische und ökonomische Nutzung großer Bereiche des Himalayas nicht möglich. Neben der Nutzung als Milch-, Fleisch-, Wolle- und Lederlieferant werden Yaks als Reit- und Lasttiere, auch bei Trekkingtouren, eingesetzt.

Das Aussehen

Yaks verfügen über 80 bis 100 cm lange Hörner, einen äußerst kompakten Schädel und einen breiten, tiefen Thorax mit langen, gebogenen Rippen. Die bekannten Bilder von Yaks zeigen oftmals die im Winter besonders stark ausgeprägte Winterdecke, das heißt die grobe Außenbehaarung verdichtet sich an allen hervorstehenden Körperstellen Durch diese Anpassung an extreme klimatische Bedingungen werden Temperaturen von -45°C, sogar Schneestürme, ausgehalten.

Die Hufe sind sehr robust und kompakt, die Hufspitze ist schmal und scharf, der Unter- und Vorderteil der Hufe ist mit hervorstehenden, außergewöhnlich harten Kanten überzogen, die Innenflächen weisen eine weiche Lederhaut auf. Diese Hufform erlaubt einerseits eine äußerst hohe Trittsicherheit auf steilen felsigen Hängen, andererseits wird das Körpergewicht bergab, selbst bei schneller Gangart, gut abgefedert.

Wildyaks sind Rinder mit einer Widerristhöhe von bis zu 2 m und einem Gewicht von bis zu einer Tonne, Kühe erreichen nur die Hälfte des Gewichtes von Bullen. Die Körperform ist langgestreckt, dieser Umstand ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass Yaks ein Rippenpaar mehr als andere Rinder besitzen.

Hausyaks sind eine verkleinerte Form des Wildyaks, die Widerristhöhe beträgt 130 bis 160 cm und das Gewicht bis zu 700 kg. Die Farbe bei Hausyaks ist sehr variabel, sie kann von schwarz, braun, rotbraun bis gescheckt reichen.

Wirtschaftliche Aspekte

Zu einem Zeitpunkt, in dem das Liefern von Milch und die Arbeit im Stall noch alltäglich waren, waren wir bereits auf der Suche nach einer Alternative.

Weil unsere Landwirtschaft nicht groß genug war, um davon im Haupterwerb leben zu können, war es klar, dass es nur im Nebenerwerb weiter gehen konnte - und das mit möglichst geringem Arbeitsaufwand. Wir hätten zwar mit Mutterkuhhaltung von Fleckvieh beginnen können, wollten aber etwas Anderes - etwas Besonderes! - machen.

Folgende Gründe haben uns überzeugt, Yaks zu züchten:

Arbeitsaufwand

Eines der wichtigsten Kriterien war, die tägliche Arbeit so gering wie möglich zu halten. Wir halten unsere Yaks auf der freien Wiese; aufgrund der Robustheit der Tiere ist es nicht notwendig, Stallungen bereit zu stellen. Wir hatten bereits einen bestehenden Wildzaun (Damwild) und nutzen ihn auch weiterhin - es hätte aber auch genügt, eine Weide mit 2 oder 3 Weidedrähten zu errichten.

Im Sommer sind die Yaks somit mit Futter versorgt; natürlich bekommen sie auch "Leckerlis" von uns, in Form von Getreide und Obst. Es kommt auch oft vor, das wir lautstark (mit dem typischen Grunzen) dazu aufgefordert werden, Leckerlis zu bringen, wenn es einmal nichts gibt.

Im Winter ist die Fütterung auch nicht aufwändig. Wir stellen jede Woche einen Siloballen und einen alten Ladewagen (ohne seitliche Beplankung) beladen mit Heu bereit - die Tiere können sich somit selbst jederzeit bedienen. In der Regel sollten Sie mit einer Stunde pro Woche für die Fütterung im Winter auf jeden Fall auskommen.

Tierprämien

Ein weiteres Kriterium waren natürlich auch die Tierprämien - wer will schon darauf verzichten?

Die Tiere sind zur Gänze förderungsfähig (Mutterkuhprämien, Schlachtprämien, etc), genauso wie andere Rinderrassen. Bis zum Frühjahr 2008 waren YAKs sogar als Zwergrinder eingestuft.

Geburt, Krankheiten

Natürlich war auch die Anfälligkeit wichtig für uns.

Bisher war es ein einziges Mal (in über 10 Jahren!) notwendig, bei einer Geburt zu helfen; normalerweise kommen die Jungtiere ausgesprochen problemlos zur Welt - vergleichen Sie das einmal mit Ihren Erfahrungen bei Fleckvieh!

Das Setzen der Ohrmarken kann mitunter eine aufregende Sache sein, wenn ein Muttertier IHR Junges besonders aufmerksam beschützt.

Yaks sind von Haus aus sehr robuste Tiere - einen Tierarzt haben wir bisher nur zur Blut-Untersuchung benötigt.

Fortpflanzung

Auch zur Zucht benötigen wir keine Hilfe von außen. Unser ältester Stier deckt alle Kühe selbst. Die Kälber kommen deswegen etwas verstreut von Anfang April bis spätestens Ende Juli zur Welt.